Der Reimkultur-Blog

In loser Folge nehmen wir hier Stellung zu Themen, die uns beschäftigen.

 
30. November 2017

Versandkosten steigen

Versand ist eine Dienstleistung

 

Heute haben wir im Reimkultur-Shop und in Bodos Online-Shop mehrere Produkte dauerhaft im Preis gesenkt. Gleichzeitig möchten wir Euch auf diesem Weg mitteilen, dass sich unsere Versandkosten erhöhen. Das heißt, wer bei uns im Shop Produkte für weniger als 50 € Gesamtwert einkauft, der muss in Zukunft mit Versandkosten von 3,95 € statt der bisherigen 3,75 € rechnen. Bei einer Bestellung über 50 € bleibt die Bestellung kostenlos!

Warum?

Heutzutage kennt Ihr von vielen Online-Shops den kostenfreien Versand Eurer bestellten Waren und fragt Euch vielleicht, warum das bei uns anders ist. Wir erklären es Euch:
Auch wir bezahlen DHL für das Versenden unserer Produkte, denn natürlich fallen für die Arbeitskräfte, die Autos, das Benzin und den Lagerplatz Kosten an. Anfang des Jahres hat DHL die Preise erhöht und wir berechnen das an Euch weiter.

Alternativen?

Wenn wir diese Erhöhung selbst ausgleichen wollten, würden entweder unsere Mitarbeiter*innen weniger Lohn bekommen oder wir müssten die Flächen für unsere Firma kostenlos und die Gebäude vom Staat gesponsort bekommen oder wir müssten unser Gewerbe in Luxemburg anmelden und unsere Steuern hinterziehen oder wir müssten alles automatisieren und gar keine Menschen mehr bezahlen oder wir müssten den Künstlern weniger für ihr Schaffen bezahlen, was aber auf lange Sicht dazu führen würde, dass sie nichts mehr schaffen könnten.

Dienstleistung kostet Geld

All das wollen wir nicht und da wir davon ausgehen, dass Ihr das auch so seht, stellen wir Euch die Versandkosten in Rechnung. Euer Vorteil bleibt letztlich, dass Ihr gemütlich vom Sofa aus bestellen könnt und die Ware bequem zu Euch nach Hause geliefert wird. Ein Service, von dem wir finden, dass er es wert ist, bezahlt zu werden, ohne das andere das Nachsehen haben.

Am 16. September 2014 schrieben wir an dieser Stelle unter der Überschrift "Warum müsst Ihr bei uns Versandkosten zahlen?" schon einmal über dieses Thema.

 
 
15. November 2017

Geschichten vom Gelingen

Dokumentarfilm: Reise zu Oma Sikota

 

Im Reimkultur-Shop gibt es eine neue DVD, die wir aus gutem Grund in unser Programm aufgenommen haben. Bodo schreibt in seinem heutigen Elektrobrief folgendes dazu:

"Wie ihr wisst, ist der Titel meines aktuellen Programms Was, wenn doch? die Replik auf die Frage: "Was, wenn's nicht klappt?". Dass Dinge scheitern, ist nämlich nur eine von zwei Möglichkeiten. Die Möglichkeit des Gelingens in Betracht zu ziehen, erzeugt nicht nur ein besseres Gefühl sondern ist auch die Voraussetzung dafür, ins Handeln und dadurch ins Verändern zu kommen. Für mich geht es dabei um ganz persönliche und private Dinge, aber auch um gesellschaftliche und das große Ganze.

Die Möglichkeit des Gelingens

Bei allen negativen Nachrichten und Geschichten vom Scheitern, die tagtäglich auf uns einprasseln, ist mir wichtig, auch mal auf Geschichten vom Gelingen aufmerksam zu machen. Die gibt es nämlich auch - nur eben leider viel zu selten in den Medien. Meine Überzeugung ist, dass wir konstruktive und positive Nachrichten und Geschichten brauchen. Und deshalb weise ich heute mit großer Freude auf den Film Reise zu Oma Sikota hin: ein Dokumentarfilm über ein Dorf-Projekt in Sambia, gedreht von Christoph Nick, der die Dokumentarkamera von meinem Konzertfilm Bei dir heute Nacht geführt hat.

Der Weg zum Ort der Hoffnung

Die Filmbeschreibung bringt es auf den Punkt: Obwohl der Film vom bedrückenden Thema der HIV-Epidemie in Sambia handelt, vermittelt er eine universelle Botschaft: Auch in scheinbar ausweglosen Lebenssituationen lassen sich Lösungswege finden. Exemplarisch hierfür steht Oma Sikota, deren persönliche Geschichte der Film erzählt. Oma Sikotas Grundstück verwandelt sich in ein Zuhause für Waisenmädchen und Seniorinnen. Sie nennen es Liyoyelo – Ort der Hoffnung. Die langjährige, zukunftsweisende Erfolgsgeschichte von Liyoyelo wird mit Optimismus beleuchtet. Mit diesem Blick wird ein wichtiger Gegenpol zur üblichen Darstellung Afrikas als Schauplatz von Katastrophen geschaffen.

Und weil ich und mein Team von Reimkultur diesen Film toll finden, wurde er nun in den Reimkultur-Shop aufgenommen." Alle Infos zur DVD im Shop und auf der Homepage des Films.

 
 
16. Oktober 2017

Das Fairphone - ethisch(er) einkaufen?!

Das Fairphone im Konzertfilm

 

Reimkultur hat sich 2015 entschieden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das wünschen, ein Fairphone zur Verfügung zu stellen. Zudem hat dieses Smartphone auch in Bodo Wartkes Konzertfilm Bei dir heute Nacht einen kurzen Aufritt in der Szene, in der der Klavierkabarettist das titelgebende Lied des Filmes singt.

Warum das Fairphone?

Das Fairphone-Unternehmen will ein komplett faires Smartphone herstellen. Von diesem Ziel ist das Unternehmen noch entfernt, jedoch wird das Fairphone bereits fairer und nachhaltiger hergestellt, als vergleichbare Produkte. Und das finden wir bei Reimkultur gut und unterstützenswert. Immerhin hat 2016 auch die Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) das Engagement des Fairphone-Unternehmens mit der Verleihung des Deutschen Umweltpreises honoriert (siehe auch heise.de)

Die Organisation Germanwatch e.V. – deren Leitbild zusammengefasst lautet: „Hinsehen. Analysieren. Einmischen. Für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen“ – kommt in ihrer abschließenden Beurteilung zum Fairphone vom November 2015 zu folgendem Urteil:

Germanwatch zum Fairphone

„Fairphone kommt mit den aktuellen Umgestaltungen seinem Ziel etwas näher, eine verantwortungsvolle, transparente Lieferkette aufzubauen. Darüber legt es mit dem neuen Produktdesign einen wichtigen Baustein für eine lange Nutzung des Gerätes. Weitere Bemühungen, um dieses Ziel zu erreichen, gibt es bei der Software. Die Öffentlichkeitsarbeit von Fairphone hebt sich in diesem Zusammenhang weiterhin durch eine gesteigerte Transparenz im Vergleich zu anderen Anbietern ab und wird, wie die neue Kostenaufschlüsselung zeigt, laufend verbessert […] Grundsätzlich ist die Entwicklung des Unternehmens aber durchaus positiv zu bewerten. Gerade die Bemühungen des Unternehmens in verschiedenen Bereichen, angefangen beim Bezug von Rohstoffen aus „konfliktfreien“ Minen, über die strukturelle Veränderungen am Produktionsstandort – wie etwa die Einrichtung eines Fonds, dem reparaturfreundlichen Design bis hin zur weiteren Offenlegung der Lieferkette, zeigen, dass es Fairphone mit seinen gesetzten Zielen ernst meint […]“

Das komplette und ausführliche Hintergrundpapier von Germanwatch zum Fairphone als PDF.

Informier' Dich

Nutzer*innen interessiert neben den ethischen und nachhaltigen Aspekten natürlich auch der Preis, der hoch ist, die Ausstattung und die Handhabung. Hier besteht die Möglichkeit, sich verschiedene Fachurteile und Tests durchzulesen:

Fairphone 2 im Dauer-Test – unsere Erfahrungen nach einem 1 Jahr (utopia.de, 31.8.2017)

Fairphone 2 im Test Dieses Handy können auch Sie reparieren (spiegel.de, 21.1.2016)

Fairphone: Gut genug und besser als andere Smartphones (aeromobile.de)

Fairphone im Test - Glückliches Smartphone aus fairem Anbau (golem.de, 8.1.2014)

Fairphone im Kurztest (Heise.de / c’t, 2.1.2014)

Auf Heise.de gibt es eine Vielzahl von interessanten Artikeln zum Fairphone, einfach mit der Suche „Fairphone“ anzeigen lassen. Grundsätzliche Infos finden sich auf der Wikipedia-Seite zum Fairphone und natürlich auf der Unternehmenswebsite.

Kosument*innen-Ich und politisches WIR

Zum Schluss möchte ich noch die Umweltaktivistin Annie Leonard zitieren. Sie schrieb in ihrem Buch The Story of Stuff – Wie wir unsere Erde zumüllen, das ich sehr empfehlen kann, und das Ihr Euch bei Interesse bitte nicht bei Amazon sondern im örtlichen Buchhandel bestellt, im Anhang folgendes:

„Wir können in unserem Alltag einiges tun, um den Schaden […] zu verringern und dadurch einen weniger tiefen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Wir sollten uns aber nicht der Illusion hingeben, damit genug getan zu haben. Und wir dürfen nicht zulassen, dass die grüne Ausschmückung unseres Lebensstils uns vollkommen in Anspruch nimmt. Mit anderen Worten: Diese Verhaltensweisen dürfen uns nicht daran hindern, uns auch auf politischer Ebene für umfassende Veränderungen einzusetzen.“

Ich halte dies für einen sehr wichtigen Hinweis! Zu glauben, dass wir mit tagtäglichen Kaufentscheidungen für oder gegen ein Produkt schon die Welt „gerettet“ haben, ist ein Irrglaube. Dass uns über viele Medien immer wieder unser Konsument-Ich gestärkt wird, schön. Wichtiger wäre, dass wir alle uns informieren und zusammenschließen, um unser politisches WIR zu stärken und um Veränderungen zu bewirken.

Einfach mal loslegen!

Das Fairphone bietet eine ganze Menge Ansätze, sich über die politischen Aspekte unseres Konsumverhaltens und unseres Wirtschaftssystems Gedanken zu machen. Warum nicht die Initiative ergreifen oder in einer Initiative mitmachen? Vielleicht als Einstieg das Video The Story of Stuff mit Annie Leonard anschauen! Besten Erkenntnisgewinn wünscht Til

Die Website zum Buch The Story of Stuff, mit Leseprobe & Infos zur Autorin. Das Buch scheint zur Zeit bei Ullstein vergriffen, ein schöner Anlass mal wieder in einem Antiquariat zu stöbern, z.B. bei Booklooker.

 
 
12. September 2017

Wie soll das Land aussehen, in dem wir leben wollen? Bodo hat einen Vorschlag!

"Alle Einnahmen aus dem Verkauf dieses Liedes spende ich der Organisation Amnesty International, weil sie für das eintritt, was ich mir wünsche: die weltweite Wahrung der Menschenrechte".
Bodo Wartke

 
  Das Land, in dem ich leben will
Videos


ikf

Unsere Themen